Dienstag, 25. Juli 2017

T-Shirts mit den eigenen Haaren flicken

Ich bin schon seit einigen Wochen aus dem langen Urlaub zurück, aber ich komme kaum zum Stricken, Häkeln, Nähen oder darüber zu Schreiben.
In den USA waren wir eher auf dem Land, aber einen tollen Wollladen habe ich gefunden: Desert Thread in Moab, Utah. Wer Arches National Park oder Dead Horse Point State Park in Utah besucht, kommt praktisch dran vorbei. Habe eine Kugel Fasern zum Spinnen als Andenken gekauft. Immer wieder und auch hier habe ich mich über die hohen Preise für Alles gewundert, sonst wäre es sicher mehr geworden.
Günstiger war es im Walmart, wo es eine große Auswahl an Handarbeitszubehör gab: Eine schöne Auswahl an Quiltstoffen und -zubehör, Kleiderstoffe und Simplicity-Schnitte. Die Garne waren leider mehr aus dem Plastik-Bereich von Red Heart und ich habe nur ein Heftchen mit Häkelmützen-Anleitungen mitgenommen.




Strickzeug - Pulli für den Lieben Mann aus der La-Gomera-Wolle - hatte ich übrigens dabei, aber ich musste entweder selbst den Camper fahren oder in die tolle Landschaft gucken, so dass ich nicht zum Stricken gekommen bin.

Aber ich hab was Verrücktes ausprobiert: Ich hatte einige alte T-Shirts dabei, die ich am Ende der Reise zurück lassen wollte, um Platz im Koffer für Souvenirs zu haben. Ihr größter Fehler waren diese kleinen Löcher, die T-Shirts halt bekommen.
Irgendwann habe ich mich aber doch geniert, immer so gammelig auszusehen und mir ist eingefallen, wie meine Tante Inge (geboren 1935) mal erzählt hat, man habe früher feine Sachen mit den eigenen Haaren geflickt. Ich also einige Haare (mittelblond und schulterlang) aus der Bürste gezogen und es mit einer feinen Nadel probiert:

Links ein schon geflicktes Loch, rechts das größte der Ungeflickten



Nachher

 Ehrlich gesagt, es war ein ziemliches Gefummel, vor allem, weil Haar zu steif ist, um willig im Stoff oder im Nadelöhr zu bleiben. Aber das Ergebnis ist doch nicht schlecht, oder?
In der Waschmaschine ist übrigens nur eins der Löcher - es waren fünf oder sechs - wieder aufgegangen.






Kommentare:

  1. Ist ja witzig - da fährt jemand sooo weit weg und berichtet dann von einem Wollladen... Wir sind schon besonders *grins*

    Das mit dem Flicken habe ich noch nie gehört. Außerdem wären meine Haare wohl zu kurz. Aber: hast du eine Vorstellung, woher diese kleinen Löcher in Trikotstoffen kommen? Hab ich nämlich auch bisweilen und kann sie mir nicht wirklich erklären.
    Gruß, Petra

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    1. Hi Prinzenrolle-Petra!
      Prinzenrolle mag ich auch gerne.
      Habe mal gelesen, dass die Löchlein von sich durchdrückenden Gürteln kommen. Vor allem, wenn frau an eine Arbeitsfläche lehnt. Könnte stimmen, denke ich!
      Viele Grüße
      Petra

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