Montag, 14. August 2017

Aufgearbeitet

Die Spiralsocken machen Fortschritte. Einerseits langweilen sie mich endlos, andrerseits sitzt mir die Angst im Nacken, dass das Kind schon aus ihnen rauswächst und wiederum andrerseits geht es eigentlich ganz schnell, wenn ich es mal mache.

Ganz schnell gingen auch zwei Dinge, die schon länger herum lagen und jetzt endlich fertig gemacht sind.
Ein Rock, den ich vor einem Jahr geplant hatte und bei dem zu meiner freudigen Überraschung nur noch der Bund fehlte. Wurde gestern genäht:

A-form + ungefüttert + Tunneldurchzug = unkompliziert


Weiterhin wurden endlich drei Markisenstoffe aus einem Butinette-Paket verarbeitet, die auch schon mindestens ein Jahr auf das Machen warteten. Der Liebe Mann war vom Rosa nicht begeistert, aber jetzt im Sommer ist seine Toleranz gestiegen:

Die Befestigung mit Kabelbindern und Haken ist nicht so schön und wird nächstes Jahr verbessert

Habt ihr im aktuellen SPIEGEL das Interview mit Frank Trentmann über sein Buch mit dem Titel "Die Herrschaft der Dinge gelesen"? Er fragt dabei, wer eigentlich noch seine Socken stopft und ich kann sagen, zum Beispiel ich:




Donnerstag, 3. August 2017

An Spiralsocken in Baby-Größe gescheitert.... aber Wandersocken in der Planung

Es ist kaum zu glauben, aber ich habe die Söckchen für den Neffen viermal angefangen, bin jetzt bei der Hälfte des Ersten und werde ihn wieder aufribbeln.
Bei drei Malen war der Anschlag zu eng, dann hat mir die Aufteilung für die Spiralung nicht gepasst und bei dieser Socke kommt beides zusammen:


















Dabei habe ich extra einen Spezialanschlag nochmal bei Makerist angeguckt etc. Echt peinlich.
Der Junge hat am Sonntag ersten Geburtstag und es ist mal wieder klar, dass ich für Arbeiten mit Deadline nicht gut geeignet bin.
Dummerweise waren wir am Wochenende in einer anderen Stadt (Nürnberg) und ich hatte ein paar Stunden alleine und bin müßig durch die Geschäfte gestreift. Dabei habe ich das Buch Wandersocken stricken von Ewa Jostes entdeckt - und gekauft natürlich. Wandersocken haben eine verstärkte Sohle, die raffiniert mit zwei Fäden gestrickt wird. Genau die Art Herausforderung, die mir Spaß macht.
Zwei Rezensentinnen bei Amazon schreiben, die Anleitungen wären uralt. Für mich nicht. Und ein neuer, guter Hinweis, wie frau einen superlockeren Anschlag macht, steht auch drin. Toll!
Als Fingerzeig des Schicksals hatte ich schon am selben Morgen beim Discounter eine Großpackung Sockenwolle gekauft. Daheim gehe ich nie in einen Discounter. Aber in der Nähe der Ferienwohnung gab es halt nur diesen Lebensmittelladen. Das Strickzeug mit dem Babysocken hatte ich übrigens daheim vergessen......


Sonntag, 30. Juli 2017

Statt Fidget Spinner - kratzige Wolle

Seit ich wieder hier bin, lerne ich weiter auf die Kosmetik-Prüfung und mache nur einige dringende, angefangene Projekte fertig. Zum Beispiel den scheußlichen Kissenbezug für eine Freundin:


Sie hat von ihrer verstorbenen Schwester einen angefangenen Ärmel und Vorderteil eines Pullis geerbt und ich habe das unter Beibehaltung von soviel Gestricktem der Schwester wie möglich zu einem Kissenbezug zusammengefügt. Mein Perfektionismus führte noch zum Kauf eines passenden Inlett-Stoffes. Wie frau sieht, müssen Inlett und Bezug noch Reißverschlüsse bekommen, dann ist das endlich abgeschlossen und ich kann es als verspätetes Geburtstagsgeschenk der Freundin geben.

Ah ja, und dann gibt es das Spinnrad: Ab und zu brauche ich eine Pause und wo ein Teenager den Fidget Spinner wirbeln lassen würde, setze ich mich an's Spinnrad und wirble die Texel-Fasern.
Erst wollte ich ganz automatisch möglichst fein spinnen, aber dann bin ich zur Besinnung gekommen: Sind schließlich vier Kilo, für feine Jäckchen zu kratzig, das wird besser fettes Garn für mit Weichspüler behandelte große Tücher oder Teppiche. Jetzt also ziemlich dick und fluffig. Meine Chefin vom Wollgeschäft vorletzen Winter lehrt nämlich:  Je enger verstrickt, desto kratziger, je lockerer, desto weniger kratzig.

Ansonsten stricke ich noch Spiralsöckchen in Gr. 23 für den Neffen, der in 2 Wochen seinen ersten Geburtstag feiert.

Aber ich würde soooviel lieber etwas Tolles für mich machen!!! Es juckt mir förmlich in den Händen, eine chice Jacke anzufangen. Ich habe sogar Lust, das Temperature Blanket weiter zu häkeln. Geht aber nicht.

Dienstag, 25. Juli 2017

T-Shirts mit den eigenen Haaren flicken

Ich bin schon seit einigen Wochen aus dem langen Urlaub zurück, aber ich komme kaum zum Stricken, Häkeln, Nähen oder darüber zu Schreiben.
In den USA waren wir eher auf dem Land, aber einen tollen Wollladen habe ich gefunden: Desert Thread in Moab, Utah. Wer Arches National Park oder Dead Horse Point State Park in Utah besucht, kommt praktisch dran vorbei. Habe eine Kugel Fasern zum Spinnen als Andenken gekauft. Immer wieder und auch hier habe ich mich über die hohen Preise für Alles gewundert, sonst wäre es sicher mehr geworden.
Günstiger war es im Walmart, wo es eine große Auswahl an Handarbeitszubehör gab: Eine schöne Auswahl an Quiltstoffen und -zubehör, Kleiderstoffe und Simplicity-Schnitte. Die Garne waren leider mehr aus dem Plastik-Bereich von Red Heart und ich habe nur ein Heftchen mit Häkelmützen-Anleitungen mitgenommen.




Strickzeug - Pulli für den Lieben Mann aus der La-Gomera-Wolle - hatte ich übrigens dabei, aber ich musste entweder selbst den Camper fahren oder in die tolle Landschaft gucken, so dass ich nicht zum Stricken gekommen bin.

Aber ich hab was Verrücktes ausprobiert: Ich hatte einige alte T-Shirts dabei, die ich am Ende der Reise zurück lassen wollte, um Platz im Koffer für Souvenirs zu haben. Ihr größter Fehler waren diese kleinen Löcher, die T-Shirts halt bekommen.
Irgendwann habe ich mich aber doch geniert, immer so gammelig auszusehen und mir ist eingefallen, wie meine Tante Inge (geboren 1935) mal erzählt hat, man habe früher feine Sachen mit den eigenen Haaren geflickt. Ich also einige Haare (mittelblond und schulterlang) aus der Bürste gezogen und es mit einer feinen Nadel probiert:

Links ein schon geflicktes Loch, rechts das größte der Ungeflickten



Nachher

 Ehrlich gesagt, es war ein ziemliches Gefummel, vor allem, weil Haar zu steif ist, um willig im Stoff oder im Nadelöhr zu bleiben. Aber das Ergebnis ist doch nicht schlecht, oder?
In der Waschmaschine ist übrigens nur eins der Löcher - es waren fünf oder sechs - wieder aufgegangen.






Mittwoch, 12. April 2017

Weiter mit anderen Prioritäten

Handarbeitsmäßig tut sich hier weiterhin nicht viel: Ich stricke ab und zu an dem furchtbaren Kissenbezug für meine Freundin weiter und bin ansonsten mit Lernen und Planen beschäftigt. Vermutlich wird es bis in den Herbst so gehen.
Manchmal möchte ich so gerne alles beiseite schieben und eine Hose nähen oder zehn Jacken gleichzeitig anschlagen! Ist aber nicht möglich, leider.
Kürzlich habe ich mich an das Spinnrad gesetzt mit einem der Pflanzen-Tierfasern-Gemische von World of Wool. Mir ist zwar eingefallen, dass es Quatsch ist, dass ich noch nie mit Pflanzenfasern gesponnen hätte - das grüne Garn war ja genauso ein Mix, den ich gut hinbekommen habe, aber es lief nicht sooo blendend und da habe ich die Geduld verloren.
Morgen fahren wir in den Urlaub und ich werde den Lernordner und den angefangenen Pulli für den Lieben Mann mitnehmen. Weite Autofahrten sind geplant, da sollte Stricken möglich sein.
Eigentlich wollte ich auch Fasern und die Handspindel einpacken, aber das gibt das Fluggepäck nicht her.

Samstag, 25. März 2017

On Hold

Klingt besser als gerade-keine-Zeit-haben oder blockiert sein, gell?
Im Februar hatte ich einen praktischen Teil innerhalb meiner Kosmetikerin-Ausbildung und im März die abschließende praktische Prüfung der Fußpflege-Ausbildung. Das und die weiterhin laufende Vorbereitung der Praxis-Eröffnung haben meine Energien so ziemlich gefressen und aus tollen Nähplänen ist bisher nichts geworden.
Das Spinnrad ist auch weiterhin unbestückt: Ich habe zwar ein Leinen-Wolle-Fasergemisch im Auge, schrecke aber vor dem Anfangen zurück. Denn ich habe noch nie Leinen versponnen und befürchte, viel Fasern mit Ausprobieren zu verbrauchen und damit nicht mehr genug für die geplante Jacke zu haben. Mit dem Gedanken, dass sich die Mischung auch nachbestellen lässt, versuche ich mich abzuregen und die Blockade zu überwinden.


Beim Stricken muss ich ein eher ungeliebtes Projekt machen:


Eine Freundin hat von ihrer verstorbenen Schwester ein angefangenes Strickstück geerbt, Rückenteil und einen angefangenen Ärmel eines Pullis. Die noch nicht nicht angebrochenen Wollknäuel wurden wohl von einer anderen Erbin eingesteckt, jedenfalls gibt es nicht mehr Garn. Ich habe meiner Freundin versprochen, soviel wie möglich vom schon gestrickten Stück zu erhalten und einen Kissenbezug aus den Stücken zu machen. Das Rückenteil habe ich bis zu den Armausschnitten aufgeribbelt -sehr undankbare Aufgabe, Mohairfasern voneinander zu lösen- und stricke nun gerade hoch, Ärmel und ex-Rücken gleich hoch, demnächst auf einer Nadel. Dann werden die Nähte geschlossen, das Rechteck gefaltet, die Naht geschlossen und es kommt noch ein nach Maß genähtes kobaltblaues Innenkissen rein. Stoff dafür ist schon gekauft. Ganz schön viel Aufwand und mir ist gleich wieder klar, warum ich das zwei Jahre lang vor mir hergeschoben habe. Jetzt hat die Freundin Geburtstag und ich nehme ihn zum Anlass, es endlich anzugehen.

Montag, 6. Februar 2017

Kleiner Kurswechsel

Bei dem Temperature Blanket hätte ich nur noch eine Woche je morgens und abends eine Reihe häkeln müssen, dann hätte ich den über die Weihnachtszeit aufgestauten Rückstand aufgearbeitet gehabt. Bei mehr als zwei Reihen à 230 Maschen am Tag droht mein rechter Arm mit Tennisarm, schneller war also nicht möglich. Aber eines Morgens war plötzlich komplett die Luft raus und das ganze Projekt war mir völlig gleichgültig. Der Ablauf der Farben gefällt mir und fasziniert mich weiterhin, aber ich muss gestehen, dass das Teil für eine Decke schon ziemlich schwer werden wird und eher für einen Wandbehang an der kältesten Außenwand der Wohnung geeignet ist.

Ich war dann ziemlich ratlos und habe am grünen Tuch weiter gestrickt, was durch die sich ständig ändernde Wolle endlos faszinierend ist. Im Moment bin ich allerdings bei den letzten Metern und bereits ein Stückchen weiter als auf diesem Foto:




Es gibt einige viele abzuschließende Projekte, aber nichts, was wirklich benötigt würde (was sagt das über mich als Handarbeitende aus??), bis auf..... ein Geburtstagsgeschenk für den Lieben Mann!
Und da er Ende März Geburtstag hat, wird es schon langsam eng. Ich also gestern die Strickvorlagenbücher gestapelt und durchgesehen. Aber er möchte das gleiche Muster wie seine gekauften Strickjacken haben und mein Geschenk vom letzten Jahr: Breite Rippen, von denen jede zweite Rippe locker gezopft ist. Diesmal ein Pulli, keine Jacke - hurra.
Mit der Schnäppchenwolle von La Gomera habe ich eine Maschenprobe gemacht und leider, leider, ist sie tatsächlich ziemlich von Motten angefressen:

Rückseite: Soviele Unterbrechungen nur in der Maschenprobe


Von vorne. Natürlich nicht farbgerecht

Motten sind keine mehr drin; wie berichtet, habe ich die Knäuel ja einzeln in Stricksocken getan, sich im Waschbecken vollsaugen lassen und dann im Wollwaschgang der Waschmaschine gewaschen.
Aber ich schrecke schon ein wenig vor dem Anschlagen der 280 Maschen für das Bündchen zurück, denn ich werde vorher ein genügend langes Stück Garn ohne Fehler abwickeln müssen und befürchte, dass ich dann komplett desillusioniert werde und den Kauf bereue.
Habe aber  mit dem großartigen Strickrechner von www.fully-fashioned.net die Anleitung ausgerechnet und werde mutig anfangen, sobald ich hier den Button Veröffentlichen gedrückt habe!

Samstag, 21. Januar 2017

Weiterhin Petrasilie verhagelt beim Cardigan

Den braunen Lucy in the Sky-Cardigan habe ich in einen Korb gepackt und dort wartet er nun darauf, was aus ihm wird. Ich habe keine Ahnung. Die Idee des Überfärbens spukt mir weiter im Kopf rum, obwohl es sicher nicht die perfekte Lösung ist. Aber die gibt es vermutlich nicht.

Die elf Knäuel blaue Wolle, die ich auf La Gomera gekauft habe und von der ich vermutete, dass sie von Motten befallen waren, habe ich tatsächlich einzeln in Wollsocken gepackt, erst sich im Handwaschbecken vollsaugen lassen und dann im Wollwaschgang der Waschmaschine gewaschen und in der warmen Wohnung trocknen lassen. Das Garn wirkt nun ein wenig angefilzt, aber ich vermute, das ist nur die oberste Schicht und auf jeden Fall ist der Faden bei Zug so fein wie vor dem Waschen. Ich muss mal bei Tageslicht (!) nach angeknabberten Stellen suchen. Rückstände von der Larvenhülle oder ähnliches sind jedenfalls nicht zu sehen. Waren es vorher allerdings auch nicht. Ich bin sehr zufrieden mit meinem Vorgehen! Ergänzendes Garn in Weiß habe ich inzwischen auch gefunden.

Im Moment bin ich am Verzwirnen des Garns aus dem Pflanzenfasern-Probepaket, die ich im 2012 gefärbt und nach und nach kardiert und versponnen habe.

Es gibt noch mehr
Ich bin ziemlich entzückt! Nicht, dass das Garn besonders fein oder gleichmäßig wäre, aber das braucht es auch nicht zu sein - sonst könnte ich ja gleich welches kaufen. Ich stricke, wie schon aus meinem ersten selbst gesponnen Garn, ein Dreiecktuch mit Zackenrand für kühle Sommerabende:





Gestrickt wird kraus rechts und einfach, bis das Garn zu Ende ist. Idealerweise nach Abschluss einer kompletten Zacke. Das Garn ist eher glatt und wirkt interessant und lebendig. Dieser nur-noch-eine-Reihe-Zwang hat mich völlig im Griff, weil es total spannend ist, was als nächstes aus dem Knäuel kommt und wie es wirkt. Ich verzwirne auch die völlig unregelmäßigen Stücke von vor dem Spinnkurs. Dieses Muster nimmt alles auf und verwandelt es in ein homogenes Schmuckstück.

Was ich mache, wenn das Spinnrad wieder frei ist, weiß ich noch nicht. Es gibt Mengen von Texelschaf-Fasern, die gewaschen und kardiert sind. Weiterhin ist es mir in Wolljacken aber viel zu warm und hier hängen noch drei fast fertige selbst gestrickte Jacken auf der Stange, die ich deshalb nicht anziehen werde.
Ich habe noch zwei perfekt temperierende Pflanzenfasern- und Schafwollmischungen von World of Wool. Allerdings ungefärbt, was das Spinnen ein wenig dröge macht. Falls ich die Fasern färbe, muss ich sie vor dem Spinnen allerdings nochmal kardieren und dazu habe ich null Lust. Das unendliche Kardieren der grünen Fasern hat mir gereicht.
Oder ich färbe sie und schicke sie zum Kardieren in eine Wollkämmerei..... Muss mal drüber nachdenken und nach Kosten fragen.

Außerdem will ich die Technik mal ausprobieren, bei der frau den Trommelkardierer mit Fasern vollpackt und diese dann durch eine Tülle (diz) geordnet abzieht um roving zu bekommen. Habe auf Youtube eine Anleitung gesehen. Dafür könnte ich die im Ofen gefärben Fasern nehmen und sie mit der Handspindel weiter verarbeiten. Bei der nächsten Reise will ich die Handspindel nämlich mitnehmen.







Freitag, 13. Januar 2017

So ein Grrrrr

Als ich eben das Foto unten machte, habe ich zum ersten Mal gesehen, dass ein Streifen helleres Garn in der Jacke verstrickt ist! Eine andere Partienummer und ich habe es die ganze Zeit nicht gemerkt - bin fassungslos. (Ja, ja, es gibt Schlimmeres). Heisst für mich, dass dringend stärkere Glühbirnen in diese Wohnung müssen. Was mir schon länger klar war.
Und was mache ich jetzt?
Ich habe gerade eine etwas zu enge schwarze Skinny-Jeans an den Nähten ausgelassen und mit Simplicol Back-to-Black-Farbe überfärbt, deshalb kann ich mit Sicherheit sagen, dass die typischen Ungleichmäßigkeiten nur abgemildert werden, aber nicht verschwinden. Mit der Jacke wäre es genauso. Bleibt nur Aufribbeln?

Göttin sei Dank habe ich noch genug Garn
 Ich glaube sogar, da sind noch mehr Streifen drin als dieser eine breite. Wenn das stimmt, muss ich die ganze Jacke aufribbeln und mit abwechselnden Knäuelen neu stricken. Seufz. Und dabei war ich so stolz und begeistert. Ich glaub, ich färb doch erst drüber und entscheide dann weiter. Die Perlmutterknöpfe nehmen Farbe auch an, habe ich mal gelesen.

Ansonsten versuche ich den Rückstand am Temperature Blanket aufzuarbeiten: Morgens und abends eine Reihe mit 230 Maschen. Klappt auch nicht jeden Tag. Aber begeistert mich weiterhin:

Das sind Anfang September bis Mitte Dezember 2016 - fast ein Drittel der Decke

Inzwischen habe ich hellgrüne und dunkelgrüne Wolle nachbestellt. Hoffe, die Partien passen halbwegs.

Ich möchte auch gerne mal wieder was nähen und habe bei der letzten Zwei-Euro-Aktion bei Makerist fünf Hosenschnitte bestellt. Einer toller als der Andere. Ich möchte mal eine Jersey-Hose in Jeans-Optik nähen. Bequem und kleidsam, hihi.


Sonntag, 1. Januar 2017

Frohes Neues - unter erschwerten drei Bedingungen

1. Natürlich habe ich die Jackenstricknadeln gekauft und mich damit durchgekämpft. Vor allem die ersten beiden Reihen, nachdem Leib und beide Ärmel für die Raglanpasse auf den Nadeln waren, strickten sich sehr mühsam. Und sehen reichlich unregelmäßig aus, ehrlich gesagt. In der Raglanabnahme vorne ist auch noch ein fetter Fehler. Ist halt Handarbeit!
Ich glaube, dass sich mit Jackennadeln die Wurftechnik der Briten besser stricken lässt und habe mir sogar kurz überlegt umzulernen. Aber ich denke, dass es noch unregelmäßiger wird, wenn ich mittendrin mit einer anderen Technik beginne. Foto folgt.

2. In der Ferienwohnung tauchten plötzlich Motten auf und woher kamen die? Natürlich von der hier gekauften Wolle! Habe drei kleine Gästeseifen dazu gepackt und hoffe das Beste bis wir am 7. wieder daheim sind. Erst dachte ich, ich spule daheim alles um und wasche dann die Stränge von Hand, um die Eier da raus zu bekommen. Aber dann ist mir eingefallen, dass ich mal irgendwo den Tipp gesehen habe, kratzige Wolle direkt als Knäuel in einem Wäschenetz in der Waschmaschine zu waschen und danach sind sei sie schmusig weich. Werde jeden Knäuel in eine Socke packen und alles möglichst heiß im Wollprogramm waschen und das Weichspülerfach mit Lavendelöl fluten.

3. Bei einer Autofahrt letzten Donnerstag bin ich in Stadtschuhen ausgestiegen, auf steilem, rutschigen Grund gestürzt und habe mir den Knöchel verstaucht, so dass ich jetzt einen Gips und Krücken habe und alle geplanten Wanderungen gestrichen sind. Könnte nicht behaupten, dass ich die Zeit zum Stricken genutzt habe. Mit den Jackennadeln ist es halt doch nicht so spaßig.