Sonntag, 3. September 2017

Neuer Schub beim Lucy in the Sky-Cardigan

Ich war nochmal knapp zwei Wochen im Urlaub und habe es tatsächlich geschafft, vorher die Babysöckchen für den kleinen Neffen abzuschicken UND beim Cardigan die falsche Partie aufzuribbeln.

Ich weiß, über mein Ding mit den Babyspiralsöckchen können echte SockenstrickerInnen nur lachen, aber die nette Schwägerin war sehr angetan und hätte gern noch mehr Exemplare. Ich musste erstmal ein neues 1,5er Nadelspiel bestellen, wenn das da ist, geht es weiter.

Richtig zufrieden bin ich mit mir, weil ich dem Problem mit dem Cardigan nicht länger ausgewichen bin, sondern in den sauren Apfel gebissen und geribbelt habe. Das Strickzeug hatte ich im Urlaub dabei und habe tatsächlich auch hier und da mal ein paar Reihen gestrickt.



Natürlich gibt es schon wieder viele neue Ideen, z.B. ein Schal aus dem neuen Rico-Schalgarn mit Farbverlauf. Schon das sehr ähnliche Sommergarn hat mir gut gefallen, aber bei dem Wintergarn wird es kein Halten mehr geben: Puder und Rosé für mich und Schwarz und Natur für den Lieben Mann.

Recht viel Energie geht auch immer wieder in Flicken und Ausbessern von eigener Kleidung. Nicht, dass ich mir nie neue Kleidung kaufen würde, ganz im Gegenteil. Aber das Aufarbeiten macht mir Spaß, weil ich ohne Rücksicht auf Verluste Ideen ausprobieren kann. Häufig finde ich einen Tipp auf Pinterest und freue mich, wenn es klappt. Und wenn es nicht klappt, ist es auch nicht schlimm!

Im Urlaub wolle ich eigentlich auf jeden Fall ein wolliges Souvenir im Garnladen kaufen, aber leider, leider hat er zu gemacht:




Montag, 14. August 2017

Aufgearbeitet

Die Spiralsocken machen Fortschritte. Einerseits langweilen sie mich endlos, andrerseits sitzt mir die Angst im Nacken, dass das Kind schon aus ihnen rauswächst und wiederum andrerseits geht es eigentlich ganz schnell, wenn ich es mal mache.

Ganz schnell gingen auch zwei Dinge, die schon länger herum lagen und jetzt endlich fertig gemacht sind.
Ein Rock, den ich vor einem Jahr geplant hatte und bei dem zu meiner freudigen Überraschung nur noch der Bund fehlte. Wurde gestern genäht:

A-form + ungefüttert + Tunneldurchzug = unkompliziert


Weiterhin wurden endlich drei Markisenstoffe aus einem Butinette-Paket verarbeitet, die auch schon mindestens ein Jahr auf das Machen warteten. Der Liebe Mann war vom Rosa nicht begeistert, aber jetzt im Sommer ist seine Toleranz gestiegen:

Die Befestigung mit Kabelbindern und Haken ist nicht so schön und wird nächstes Jahr verbessert

Habt ihr im aktuellen SPIEGEL das Interview mit Frank Trentmann über sein Buch mit dem Titel "Die Herrschaft der Dinge gelesen"? Er fragt dabei, wer eigentlich noch seine Socken stopft und ich kann sagen, zum Beispiel ich:




Donnerstag, 3. August 2017

An Spiralsocken in Baby-Größe gescheitert.... aber Wandersocken in der Planung

Es ist kaum zu glauben, aber ich habe die Söckchen für den Neffen viermal angefangen, bin jetzt bei der Hälfte des Ersten und werde ihn wieder aufribbeln.
Bei drei Malen war der Anschlag zu eng, dann hat mir die Aufteilung für die Spiralung nicht gepasst und bei dieser Socke kommt beides zusammen:


















Dabei habe ich extra einen Spezialanschlag nochmal bei Makerist angeguckt etc. Echt peinlich.
Der Junge hat am Sonntag ersten Geburtstag und es ist mal wieder klar, dass ich für Arbeiten mit Deadline nicht gut geeignet bin.
Dummerweise waren wir am Wochenende in einer anderen Stadt (Nürnberg) und ich hatte ein paar Stunden alleine und bin müßig durch die Geschäfte gestreift. Dabei habe ich das Buch Wandersocken stricken von Ewa Jostes entdeckt - und gekauft natürlich. Wandersocken haben eine verstärkte Sohle, die raffiniert mit zwei Fäden gestrickt wird. Genau die Art Herausforderung, die mir Spaß macht.
Zwei Rezensentinnen bei Amazon schreiben, die Anleitungen wären uralt. Für mich nicht. Und ein neuer, guter Hinweis, wie frau einen superlockeren Anschlag macht, steht auch drin. Toll!
Als Fingerzeig des Schicksals hatte ich schon am selben Morgen beim Discounter eine Großpackung Sockenwolle gekauft. Daheim gehe ich nie in einen Discounter. Aber in der Nähe der Ferienwohnung gab es halt nur diesen Lebensmittelladen. Das Strickzeug mit dem Babysocken hatte ich übrigens daheim vergessen......


Sonntag, 30. Juli 2017

Statt Fidget Spinner - kratzige Wolle

Seit ich wieder hier bin, lerne ich weiter auf die Kosmetik-Prüfung und mache nur einige dringende, angefangene Projekte fertig. Zum Beispiel den scheußlichen Kissenbezug für eine Freundin:


Sie hat von ihrer verstorbenen Schwester einen angefangenen Ärmel und Vorderteil eines Pullis geerbt und ich habe das unter Beibehaltung von soviel Gestricktem der Schwester wie möglich zu einem Kissenbezug zusammengefügt. Mein Perfektionismus führte noch zum Kauf eines passenden Inlett-Stoffes. Wie frau sieht, müssen Inlett und Bezug noch Reißverschlüsse bekommen, dann ist das endlich abgeschlossen und ich kann es als verspätetes Geburtstagsgeschenk der Freundin geben.

Ah ja, und dann gibt es das Spinnrad: Ab und zu brauche ich eine Pause und wo ein Teenager den Fidget Spinner wirbeln lassen würde, setze ich mich an's Spinnrad und wirble die Texel-Fasern.
Erst wollte ich ganz automatisch möglichst fein spinnen, aber dann bin ich zur Besinnung gekommen: Sind schließlich vier Kilo, für feine Jäckchen zu kratzig, das wird besser fettes Garn für mit Weichspüler behandelte große Tücher oder Teppiche. Jetzt also ziemlich dick und fluffig. Meine Chefin vom Wollgeschäft vorletzen Winter lehrt nämlich:  Je enger verstrickt, desto kratziger, je lockerer, desto weniger kratzig.

Ansonsten stricke ich noch Spiralsöckchen in Gr. 23 für den Neffen, der in 2 Wochen seinen ersten Geburtstag feiert.

Aber ich würde soooviel lieber etwas Tolles für mich machen!!! Es juckt mir förmlich in den Händen, eine chice Jacke anzufangen. Ich habe sogar Lust, das Temperature Blanket weiter zu häkeln. Geht aber nicht.

Dienstag, 25. Juli 2017

T-Shirts mit den eigenen Haaren flicken

Ich bin schon seit einigen Wochen aus dem langen Urlaub zurück, aber ich komme kaum zum Stricken, Häkeln, Nähen oder darüber zu Schreiben.
In den USA waren wir eher auf dem Land, aber einen tollen Wollladen habe ich gefunden: Desert Thread in Moab, Utah. Wer Arches National Park oder Dead Horse Point State Park in Utah besucht, kommt praktisch dran vorbei. Habe eine Kugel Fasern zum Spinnen als Andenken gekauft. Immer wieder und auch hier habe ich mich über die hohen Preise für Alles gewundert, sonst wäre es sicher mehr geworden.
Günstiger war es im Walmart, wo es eine große Auswahl an Handarbeitszubehör gab: Eine schöne Auswahl an Quiltstoffen und -zubehör, Kleiderstoffe und Simplicity-Schnitte. Die Garne waren leider mehr aus dem Plastik-Bereich von Red Heart und ich habe nur ein Heftchen mit Häkelmützen-Anleitungen mitgenommen.




Strickzeug - Pulli für den Lieben Mann aus der La-Gomera-Wolle - hatte ich übrigens dabei, aber ich musste entweder selbst den Camper fahren oder in die tolle Landschaft gucken, so dass ich nicht zum Stricken gekommen bin.

Aber ich hab was Verrücktes ausprobiert: Ich hatte einige alte T-Shirts dabei, die ich am Ende der Reise zurück lassen wollte, um Platz im Koffer für Souvenirs zu haben. Ihr größter Fehler waren diese kleinen Löcher, die T-Shirts halt bekommen.
Irgendwann habe ich mich aber doch geniert, immer so gammelig auszusehen und mir ist eingefallen, wie meine Tante Inge (geboren 1935) mal erzählt hat, man habe früher feine Sachen mit den eigenen Haaren geflickt. Ich also einige Haare (mittelblond und schulterlang) aus der Bürste gezogen und es mit einer feinen Nadel probiert:

Links ein schon geflicktes Loch, rechts das größte der Ungeflickten



Nachher

 Ehrlich gesagt, es war ein ziemliches Gefummel, vor allem, weil Haar zu steif ist, um willig im Stoff oder im Nadelöhr zu bleiben. Aber das Ergebnis ist doch nicht schlecht, oder?
In der Waschmaschine ist übrigens nur eins der Löcher - es waren fünf oder sechs - wieder aufgegangen.






Mittwoch, 12. April 2017

Weiter mit anderen Prioritäten

Handarbeitsmäßig tut sich hier weiterhin nicht viel: Ich stricke ab und zu an dem furchtbaren Kissenbezug für meine Freundin weiter und bin ansonsten mit Lernen und Planen beschäftigt. Vermutlich wird es bis in den Herbst so gehen.
Manchmal möchte ich so gerne alles beiseite schieben und eine Hose nähen oder zehn Jacken gleichzeitig anschlagen! Ist aber nicht möglich, leider.
Kürzlich habe ich mich an das Spinnrad gesetzt mit einem der Pflanzen-Tierfasern-Gemische von World of Wool. Mir ist zwar eingefallen, dass es Quatsch ist, dass ich noch nie mit Pflanzenfasern gesponnen hätte - das grüne Garn war ja genauso ein Mix, den ich gut hinbekommen habe, aber es lief nicht sooo blendend und da habe ich die Geduld verloren.
Morgen fahren wir in den Urlaub und ich werde den Lernordner und den angefangenen Pulli für den Lieben Mann mitnehmen. Weite Autofahrten sind geplant, da sollte Stricken möglich sein.
Eigentlich wollte ich auch Fasern und die Handspindel einpacken, aber das gibt das Fluggepäck nicht her.

Samstag, 25. März 2017

On Hold

Klingt besser als gerade-keine-Zeit-haben oder blockiert sein, gell?
Im Februar hatte ich einen praktischen Teil innerhalb meiner Kosmetikerin-Ausbildung und im März die abschließende praktische Prüfung der Fußpflege-Ausbildung. Das und die weiterhin laufende Vorbereitung der Praxis-Eröffnung haben meine Energien so ziemlich gefressen und aus tollen Nähplänen ist bisher nichts geworden.
Das Spinnrad ist auch weiterhin unbestückt: Ich habe zwar ein Leinen-Wolle-Fasergemisch im Auge, schrecke aber vor dem Anfangen zurück. Denn ich habe noch nie Leinen versponnen und befürchte, viel Fasern mit Ausprobieren zu verbrauchen und damit nicht mehr genug für die geplante Jacke zu haben. Mit dem Gedanken, dass sich die Mischung auch nachbestellen lässt, versuche ich mich abzuregen und die Blockade zu überwinden.


Beim Stricken muss ich ein eher ungeliebtes Projekt machen:


Eine Freundin hat von ihrer verstorbenen Schwester ein angefangenes Strickstück geerbt, Rückenteil und einen angefangenen Ärmel eines Pullis. Die noch nicht nicht angebrochenen Wollknäuel wurden wohl von einer anderen Erbin eingesteckt, jedenfalls gibt es nicht mehr Garn. Ich habe meiner Freundin versprochen, soviel wie möglich vom schon gestrickten Stück zu erhalten und einen Kissenbezug aus den Stücken zu machen. Das Rückenteil habe ich bis zu den Armausschnitten aufgeribbelt -sehr undankbare Aufgabe, Mohairfasern voneinander zu lösen- und stricke nun gerade hoch, Ärmel und ex-Rücken gleich hoch, demnächst auf einer Nadel. Dann werden die Nähte geschlossen, das Rechteck gefaltet, die Naht geschlossen und es kommt noch ein nach Maß genähtes kobaltblaues Innenkissen rein. Stoff dafür ist schon gekauft. Ganz schön viel Aufwand und mir ist gleich wieder klar, warum ich das zwei Jahre lang vor mir hergeschoben habe. Jetzt hat die Freundin Geburtstag und ich nehme ihn zum Anlass, es endlich anzugehen.