Samstag, 10. Februar 2018

Mehr Basteln als Nähen

Schon vor mehreren Tagen habe ich ein Foto vom Fortschritt des Lucy in the Sky-Cardigans gemacht und wollte über das Temperature Blanket schreiben, aber ich musste für vier Tests lernen und hatte keinen Kopf für Hobbies. Dann wurde helles Blau gebraucht für Temperaturen unter vier Grad und aus unerfindlichen Gründen waren keine Knäule mehr da und ich musste auf die Nachbestellung warten. Jetzt geht es endlich weiter:


Inzwischen bin ich mir sicher, dass ich das Teil bis zu einer schönen Größe mit einem passenden Verhältnis von Breite zu Länge häkeln werde und das könnte länger als ein Jahr werden. Egal! Ich möchte mich zukünftig viel bunter einrichten und dazu passt diese Decke ganz wunderbar.

Das alte Bild des Lucy in the Sky-Cardigans ist verschwunden, aber ich bin mittlerweile dabei, schon den zweiten Ärmel vom Ellenbogen zum Handgelenk hin runter zu stricken. Lange kann es nicht mehr dauern. Dann noch die Naht unter den Achseln und fertig. Weil die Knöpfe mit eingestrickt sind, ist dann nichts mehr zu tun. Foto folgt.

Beim rosa Schal hat sich nichts mehr getan, aber das wird auch wieder besser; spätestens wenn es wärmer wird.


Heute saß ich an der Nähmaschine und habe überlegt, warum ich so viel Mühe darauf verwende, eine Jeggings von Tchibo passend zu machen: Von der Konfektionsgrüße her sollte sie mir eigentlich zu weit sein, aber da ich größer bin als die Norm, zwickt mir der Saum an den Waden und die Weite in den Oberschenkeln passt einfach nicht. Taille und Hüfte sind eher zu weit.
Das zweite Exemplar hatte ich durch Auftrennen der Ziernähte schon etwas weiter in den Beinen gemacht und bei diesem will ich einen Seitenstreifen aus Kunstleder von der Taille bis zu den Hosensäumen einfügen. Beide Ideen kommen von Pinterest, wo ich Stunden mit dem Finden guter Ideen verbringen kann. (Kein Wunder, dass die Zeit für die Umsetzung manchmal fehlt...)
Und warum nehme ich nicht ein Stöffchen aus dem Vorrat und nähe mir von Grund auf und nach den Videokursen von Makerist eine passende Hose??? Weil ich zu sparsam bin, meine kostbaren Stoffe für ein großes Experiment einzusetzen. Die 18 Euro für die Tchibo-Hose wiederum sind schon abgeschrieben und wenn nichts Tolles draus wird, ist es nicht so schlimm. Es kann ja auch nur besser werden.


Hier wird das aufgetrennte Hosenbein mit Baumwollband verlängert und später an der untersten Knicklinie gefaltet. Auf die nächste Knicklinie kommt die Saumnaht und auf die alte Saumnaht mit den Stichlöchern eine Ziernaht. Sieht dann ziemlich akzeptabel aus und schenkt mir dringend benötigte 2,5 Zentimeter.

Samstag, 20. Januar 2018

Mindless knitting

Der Frühling kommt demnächst und zwei Wolle-Baumwolle-Jäckchen, die für die Übergangszeit perfekt wären, sind zu 80% fertig. Beim Büro-Cardigan aus demselben Material rutschen die Knöpfchen immer aus dem Gestrick, so dass ich die Knopfleiste auf der linken Seite zunähen möchte. Beim Lucy in the Sky-Cardigan, auch aus Wolle-Baumwolle-Mischung habe ich die Knopfleisten-Naht schon zweimal neu gemacht und bin jetzt beim dritten Mal. Ich müsste mir also vier Sachen vornehmen, dann hätte ich die perfekte Frühjahrsgarderobe. Tue ich es? Nö. Stattdessen habe ich mir einen Bobbel Creative Cotton Dégradé von Rico geholt und stricke das x-te Dreiecktuch:


Mindless knitting ohne Frust. Nebenbei quatschen, Hörbuch hören, Dozentin zuhören, Film streamen. Einfach perfekt. Und das vorherige Tuch trage ich die ganze Zeit. Passt nämlich zu allem, genau wie das Stricken von diesem!

Montag, 1. Januar 2018

Übergänge

 Frohes Neues Jahr!!!

Nachdem Ende September mein ganzes Leben umgewirbelt wurde, hatte ich eine Weile keinen Nerv zum Handarbeiten und habe mich in Büchern vergraben. Durch den Einfluss einer häkelnden Mitschülerin (danke, Sandra) habe aber doch zumindest eine Mütze gehäkelt und und inzwischen ein paar Projekte fertig gestellt oder weiter gemacht:

Mit einem Fleece-Streifen gefüttert, Bommel fehlt noch -
sieht auf meinem Kopf besser aus :-)


Tuch zur Mütze; vielleicht kommt noch ein Bommel an die Spitze

Schon ewig fertig, bloß die Knöpfe fehlten noch.
Damals hatte ich die noch nicht gleich mit eingestrickt.


Corinne: Leider super empfindliches Garn, das nirgends hängen bleiben darf.
Auch hier fehlten nur noch die Knöpfe.



Frau Pauli: Wird demnächst gespendet: Trägt auf, Strich ist vorne
und hinten unterschiedlich, ist einfach unkleidsam.


Hatte schon geahnt, dass das nichts wird und die Bündchen eines zu klein gewaschenen
Cardigans recycelt, anstatt Geld auszugeben.

Noch eine Mütze, hier aus dem seidigen Big 100 von Rico. Bommel fehlt noch.
Innen mit eingehäkeltem Hutgummi rutschfest gemacht - oder es zumindest versucht....



Temperature Blanket. Noch ein paar Reihen mit Temperaturen vom Januar
und Februar 2017, dann schließe ich es ab. Quer ist groß und schwer genug.


Lucy in the Sky. Bündchen im Nacken muss noch mal neu gemacht werden
und die Ärmel mit dem restlichen Garn runtergestrickt werden.


Sonntag, 3. September 2017

Neuer Schub beim Lucy in the Sky-Cardigan

Ich war nochmal knapp zwei Wochen im Urlaub und habe es tatsächlich geschafft, vorher die Babysöckchen für den kleinen Neffen abzuschicken UND beim Cardigan die falsche Partie aufzuribbeln.

Ich weiß, über mein Ding mit den Babyspiralsöckchen können echte SockenstrickerInnen nur lachen, aber die nette Schwägerin war sehr angetan und hätte gern noch mehr Exemplare. Ich musste erstmal ein neues 1,5er Nadelspiel bestellen, wenn das da ist, geht es weiter.

Richtig zufrieden bin ich mit mir, weil ich dem Problem mit dem Cardigan nicht länger ausgewichen bin, sondern in den sauren Apfel gebissen und geribbelt habe. Das Strickzeug hatte ich im Urlaub dabei und habe tatsächlich auch hier und da mal ein paar Reihen gestrickt.



Natürlich gibt es schon wieder viele neue Ideen, z.B. ein Schal aus dem neuen Rico-Schalgarn mit Farbverlauf. Schon das sehr ähnliche Sommergarn hat mir gut gefallen, aber bei dem Wintergarn wird es kein Halten mehr geben: Puder und Rosé für mich und Schwarz und Natur für den Lieben Mann.

Recht viel Energie geht auch immer wieder in Flicken und Ausbessern von eigener Kleidung. Nicht, dass ich mir nie neue Kleidung kaufen würde, ganz im Gegenteil. Aber das Aufarbeiten macht mir Spaß, weil ich ohne Rücksicht auf Verluste Ideen ausprobieren kann. Häufig finde ich einen Tipp auf Pinterest und freue mich, wenn es klappt. Und wenn es nicht klappt, ist es auch nicht schlimm!

Im Urlaub wolle ich eigentlich auf jeden Fall ein wolliges Souvenir im Garnladen kaufen, aber leider, leider hat er zu gemacht:




Montag, 14. August 2017

Aufgearbeitet

Die Spiralsocken machen Fortschritte. Einerseits langweilen sie mich endlos, andrerseits sitzt mir die Angst im Nacken, dass das Kind schon aus ihnen rauswächst und wiederum andrerseits geht es eigentlich ganz schnell, wenn ich es mal mache.

Ganz schnell gingen auch zwei Dinge, die schon länger herum lagen und jetzt endlich fertig gemacht sind.
Ein Rock, den ich vor einem Jahr geplant hatte und bei dem zu meiner freudigen Überraschung nur noch der Bund fehlte. Wurde gestern genäht:

A-form + ungefüttert + Tunneldurchzug = unkompliziert


Weiterhin wurden endlich drei Markisenstoffe aus einem Butinette-Paket verarbeitet, die auch schon mindestens ein Jahr auf das Machen warteten. Der Liebe Mann war vom Rosa nicht begeistert, aber jetzt im Sommer ist seine Toleranz gestiegen:

Die Befestigung mit Kabelbindern und Haken ist nicht so schön und wird nächstes Jahr verbessert

Habt ihr im aktuellen SPIEGEL das Interview mit Frank Trentmann über sein Buch mit dem Titel "Die Herrschaft der Dinge gelesen"? Er fragt dabei, wer eigentlich noch seine Socken stopft und ich kann sagen, zum Beispiel ich:




Donnerstag, 3. August 2017

An Spiralsocken in Baby-Größe gescheitert.... aber Wandersocken in der Planung

Es ist kaum zu glauben, aber ich habe die Söckchen für den Neffen viermal angefangen, bin jetzt bei der Hälfte des Ersten und werde ihn wieder aufribbeln.
Bei drei Malen war der Anschlag zu eng, dann hat mir die Aufteilung für die Spiralung nicht gepasst und bei dieser Socke kommt beides zusammen:


















Dabei habe ich extra einen Spezialanschlag nochmal bei Makerist angeguckt etc. Echt peinlich.
Der Junge hat am Sonntag ersten Geburtstag und es ist mal wieder klar, dass ich für Arbeiten mit Deadline nicht gut geeignet bin.
Dummerweise waren wir am Wochenende in einer anderen Stadt (Nürnberg) und ich hatte ein paar Stunden alleine und bin müßig durch die Geschäfte gestreift. Dabei habe ich das Buch Wandersocken stricken von Ewa Jostes entdeckt - und gekauft natürlich. Wandersocken haben eine verstärkte Sohle, die raffiniert mit zwei Fäden gestrickt wird. Genau die Art Herausforderung, die mir Spaß macht.
Zwei Rezensentinnen bei Amazon schreiben, die Anleitungen wären uralt. Für mich nicht. Und ein neuer, guter Hinweis, wie frau einen superlockeren Anschlag macht, steht auch drin. Toll!
Als Fingerzeig des Schicksals hatte ich schon am selben Morgen beim Discounter eine Großpackung Sockenwolle gekauft. Daheim gehe ich nie in einen Discounter. Aber in der Nähe der Ferienwohnung gab es halt nur diesen Lebensmittelladen. Das Strickzeug mit dem Babysocken hatte ich übrigens daheim vergessen......


Sonntag, 30. Juli 2017

Statt Fidget Spinner - kratzige Wolle

Seit ich wieder hier bin, lerne ich weiter auf die Kosmetik-Prüfung und mache nur einige dringende, angefangene Projekte fertig. Zum Beispiel den scheußlichen Kissenbezug für eine Freundin:


Sie hat von ihrer verstorbenen Schwester einen angefangenen Ärmel und Vorderteil eines Pullis geerbt und ich habe das unter Beibehaltung von soviel Gestricktem der Schwester wie möglich zu einem Kissenbezug zusammengefügt. Mein Perfektionismus führte noch zum Kauf eines passenden Inlett-Stoffes. Wie frau sieht, müssen Inlett und Bezug noch Reißverschlüsse bekommen, dann ist das endlich abgeschlossen und ich kann es als verspätetes Geburtstagsgeschenk der Freundin geben.

Ah ja, und dann gibt es das Spinnrad: Ab und zu brauche ich eine Pause und wo ein Teenager den Fidget Spinner wirbeln lassen würde, setze ich mich an's Spinnrad und wirble die Texel-Fasern.
Erst wollte ich ganz automatisch möglichst fein spinnen, aber dann bin ich zur Besinnung gekommen: Sind schließlich vier Kilo, für feine Jäckchen zu kratzig, das wird besser fettes Garn für mit Weichspüler behandelte große Tücher oder Teppiche. Jetzt also ziemlich dick und fluffig. Meine Chefin vom Wollgeschäft vorletzen Winter lehrt nämlich:  Je enger verstrickt, desto kratziger, je lockerer, desto weniger kratzig.

Ansonsten stricke ich noch Spiralsöckchen in Gr. 23 für den Neffen, der in 2 Wochen seinen ersten Geburtstag feiert.

Aber ich würde soooviel lieber etwas Tolles für mich machen!!! Es juckt mir förmlich in den Händen, eine chice Jacke anzufangen. Ich habe sogar Lust, das Temperature Blanket weiter zu häkeln. Geht aber nicht.